Medienpreis Mittelstand zum 9. Mal verliehen

Am 10. Mai 2012 ist in Berlin der Medienpreis Mittelstand zum neunten Mal verliehen worden. Im „Base_camp“ Unter den Linden zeichnete die Jury in fünf Kategorien besonders gelungene Print-, Hörfunk- und TV-Beiträge aus.
„Der Mittelstand spielt eine tragende Rolle für die Wirtschaft in Deutschland“, betont Thomas Oehring, Bundesvorsitzender der Wirtschaftsjunioren Deutschland, die Träger des Preises sind. „Unser Anliegen als bundesweit größter Verband junger Unternehmer und Führungskräfte ist deshalb, Journalisten zu würdigen, die sich in herausragender Weise mit dem Thema Mittelstand auseinander setzen.“
Überreicht wurde der Preis, der in diesem Jahr in fünf Kategorien vergeben wurde, im Beisein von Ernst Burgbacher, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie und Mittelstandsbeauftragter der Bundesregierung. Burgbacher unterstrich die Bedeutung des Wettbewerbs: „Wir müssen gemeinsam daran arbeiten, unseren Mittelstand noch stärker in den Blickpunkt zu rücken. In den Medien brauchen wir mehr Erfolgsstories, aber auch Problemanalysen aus der mittelständischen Wirtschaft. Wettbewerbe wie der Medienpreis Mittelstand sind eine tolle Sache, um zu solchen journalistischen Beiträgen anzuregen.“
In der Kategorie Print Regional konnte der Bremer Krischan Förster die Jury mit seinem Beitrag „Der Untergang einer Reederei“ überzeugen. Der Artikel, der 2011 im Weser-Kurier erschien, berichtet vom Untergang der Beluga-Reederei und dem Schicksal des Beluga-Chefs Niels Stollberg. „Ein Getriebener, ein Genie, ein Chaot, eine tragische Figur am Ende, untergegangen auch aus Größenwahn. Dagegen gesetzt seine Jäger: schlau, skrupellos, kühle Finanzstrategen mit einem festen Plan. Aus diesem Szenario hat Krischan Förster mit viel Sachverstand und Recherche, aber auch psychologischem Feingefühl ein Gesamtkunstwerk verfasst, wie man es in dieser journalistischen Qualität und Frische gerne häufiger in einer Regionalzeitung finden würde“, sagte der Juryvorsitzende Martin Küper in der Laudatio auf den Journalisten.
Viel Lob bekam auch der Berliner Andreas Kurz für seine Titelgeschichte „Erfunden, erlogen“, die im Unternehmermagazin Impulse erschien und in der Kategorie Print/Online Überregional gewann. In der Kategorie TV Kurz wurde Thomas Heinloth für seinen Beitrag „50 Jahre Euro-Palette“ ausgezeichnet, der im rbb-Fernsehen ausgestrahlt wurde. Auch Thomas Morawetz überzeugte die Jury mit seinem fast 30-minütigen Beitrag unter dem Titel „Die Geschichte der Mittelschicht - vom zarten Trieb zum Hartholz“, gesendet auf Bayern 2. „Wir lernen wieder zu zuhören. Deshalb der Preis“, hieß es in der Laudatio. Jakob Vicari nahm den Nachwuchspreis mit nach Hause. Der Hamburger erhielt die Auszeichnung für seine Impulse-Titelgeschichte „Neu verwurstet“. Die Kategorien Print/Online, TV und Hörfunk waren mit je 2.000 Euro Preisgeld dotiert. Der Nachwuchspreisträger durfte sich über 1.000 Euro freuen.
Der Medienpreis Mittelstand wird jährlich für journalistische Beiträge vergeben, die sich verstärkt und differenziert mit dem Thema Mittelstand in Deutschland auseinandersetzen. Im diesjährigen Wettbewerb hatte Martin Küper, Redaktionsleiter Wirtschaft & Verbraucher im rbb Fernsehen, den Vorsitz des Jury-Komitees.







